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Konzeptpapier · Q2 2026
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Nutzen

Für die Kanzlei. Und für die Mandanten, die sie betreut.

Für die Kanzlei
a

Skalierung ohne FTE-Aufbau

Eine geschulte Person betreut 30+ Mandanten in FreeFinance, statt drei davon in BMD-Handarbeit. Die Brücke ist der Skalierungshebel.

b

Margenoptimierung

Mandanten an der unteren Honorargrenze werden ertragspositiv: weniger Buchungsstunden, gleiche Rechnung — oder günstiger plus Volumenabschluss.

c

Differenzierung im Markt

Sie bieten jüngeren Mandanten und E-Commerce-Händlern, was sie verlangen — ohne Ihre Kanzleiinfrastruktur umzubauen.

d

KI-Tauglichkeit

Cloud-FIBU ist die Plattform, auf der KI-Tools (Belegerkennung, Anomalie-Detection, Prognosen) ohnehin aufsetzen. BMD bleibt Compliance-Anker, FreeFinance wird Operations-Layer.

Für den Mandanten
a

Cloud, Mobile, Self-Service

Belege per Smartphone-Foto, Echtzeit-Bankanbindung über PSD2, Belegarchiv jederzeit zugänglich. Kein Wartezimmer auf den Quartalsstand.

b

Bessere Datenqualität

Native Schnittstellen zu Bank, Shop und Zahlungsdienstleister statt Excel-Reconciliation. Was automatisch fließt, wird nicht falsch abgetippt.

c

Spürbar geringere Buchhaltungskosten

Ein E-Commerce-Mandant mit 500 Bestellungen pro Monat spart bei sauberer Automatisierung mehrere hundert Euro monatlich gegenüber dem heutigen manuellen Workflow.

d

Echtzeit-Übersicht

Umsatz, USt-Last, offene Posten — sichtbar wann der Mandant es braucht, nicht wann der Steuerberater Zeit findet.

05

Features

Konkrete Fähigkeiten — was die Brücke real liefert.

Für Mandanten

  • Multi-Shop-Reconciler

    Alle gängigen Shop-, Marketplace- und Payment-Quellen aggregiert. Ein Buchungssatz pro Tag und Quelle, OSS-Schwellenlogik automatisch. Den Pain-Point der E-Commerce-Mandanten löst heute keiner sauber.

  • Liquidity-Radar

    30-/60-/90-Tage-Cashflow-Prognose, kalibriert auf BMD-Historie und FF-Echtzeitdaten. USt-Last und JA-Zahlungen eingerechnet. Mandant sieht, wann's eng wird, bevor es eng wird.

  • Messenger-Beleg-Bot

    Foto über den bevorzugten Messenger schicken, OCR, kategorisiert, gebucht. Niedrigschwellig für die EPU-Generation, die kein zusätzliches App-Onboarding mag.

  • E-Invoicing

    XRechnung, Peppol, ZUGFeRD inbound und outbound. Vorbereitung auf die absehbare AT-B2B-Pflicht — wer's früh anbietet, gewinnt das Gespräch.

  • Anomalie-Alerts

    Ungewöhnliche Buchungen, fehlende Wareneingänge, hängende OPs werden Mandant und Kanzlei gepingt — bevor der Steuerberater fragen muss.

  • Eigene Auswertungen & Excel-Export

    Mandant zieht jederzeit Buchungs-Auszüge, USt-Vorbereitungs-Sheets, Belegübersichten und Liquiditäts-Visualisierungen — ohne den Steuerberater fragen zu müssen.

Für die Kanzlei

  • Multi-Mandant-Cockpit

    Alle Mandanten auf einer Seite, Status und KPIs in Echtzeit. Rote-Ampel-Liste für offene Konflikte, Sync-Lücken, USt-Frist-Risiken. Ersetzt den heutigen „mal nachschauen, wo wir bei XY stehen"-Workflow.

  • Mandanten-Health-Score

    Eine Zahl pro Mandant aus Belegquote, OCR-Fehlerrate, Buchungsrückstand, Sync-Status. Was sonst manuelles Recherchieren ist, wird ein Blick.

  • Bulk-Operations

    Konto umbenennen, Steuerschlüssel umstellen, Mapping korrigieren — bei 30 Mandanten gleichzeitig statt einzeln. Das ist der eigentliche Skalierungshebel.

  • KI-Mapping-Assistent

    Lernt aus historischen Mappings über die gesamte Mandantenbasis der Kanzlei und schlägt beim Onboarding eines neuen Mandanten Steuerschlüssel und Konten vor. Onboarding von 8–20 h auf 30 min.

  • Compliance-Pack-Generator

    Knopfdruck-Audit-Report für Betriebsprüfung. GoBD-/BAO-Verfahrensdoku, Hash-Chain-Beleg — auf Höhe der berufsrechtlichen Anforderungen, nicht nachträglich aus Excel zusammengeklebt.

  • Time-Tracking-Replacement

    Die Bridge weiß, wann sie was getan hat. Daraus automatisch Honorarlisten — die Kanzlei spart sich die Stundenerfassung selbst.

  • Reporting, Visualisierungen & Excel-Export

    Da die Bridge auf beiden Systemen operiert, sieht sie alle Daten. Daraus lassen sich kanzleiweite KPI-Dashboards, Mandantenvergleiche, Migrationsfortschritts-Reports, Branchen-Benchmarks und beliebige Excel-Auswertungen erzeugen. Standard-Reports out-of-the-box, eigene Templates per Konfiguration.

06

Auslagerungsmodi

Permanent oder hybrid — die strategische Grundsatzfrage.

Wir können einen Mandanten komplett in FreeFinance umziehen und BMD nur noch für Steuererklärung und Jahresabschluss nutzen. Oder wir lassen beide Systeme parallel laufen mit kontinuierlichem Sync. Beides ist sinnvoll — für unterschiedliche Mandantenprofile.

Modus A

Permanente Auslagerung

FreeFinance wird operatives System. BMD bleibt für Compliance.

Spricht dafür

  • Einmalige saubere Migration, danach keine Doppelpflege.
  • Niedriger laufender Betreuungsaufwand der Brücke.
  • Mandant bekommt klare Verantwortung in einem System.
  • Niedrigerer technischer Aufwand für die Bridge — schnellerer Marktstart.

Spricht dagegen

  • BMD verliert für diesen Mandanten die Datenhoheit über laufende Buchungen.
  • Quartals-/Jahresabschluss läuft über FF→BMD-Reportingstrecke — die muss verlässlich sein.

Geeignet für: E-Commerce-Mandanten, EPUs, kleinere KMU, Self-Booking-Mandanten.

Modus B

Hybridbetrieb

BMD bleibt Single-Source-of-Truth. FreeFinance ist Frontend für den Mandanten.

Spricht dafür

  • BMD bleibt zu 100 % datenhoheitlich. Maximale berufsrechtliche Kontrolle.
  • Mandant kann „weich" eingeführt werden, Rückkehr nach BMD jederzeit möglich.
  • Komplexe Mandantenstrukturen (mehrere Firmen, Konsolidierung) bleiben in BMD beherrschbar.

Spricht dagegen

  • Spürbar höherer technischer Aufwand: bidirektionaler Sync mit Konfliktauflösung.
  • Kosten/Lizenz für beide Systeme parallel.
  • Verantwortlichkeit bei Abweichungen muss vertraglich klar geregelt sein.

Geeignet für: komplexere Mandanten, Premium-Modell, regulierte Branchen.

Empfehlung für den Markteintritt: Modus A als Standardprodukt (E-Commerce-Mandanten, junge EPUs). Modus B als Premium-Variante, sobald die Bridge-Architektur stabil läuft. Phase 1 baut nur Modus A — damit ist 80 % des Werts erreicht bei 30 % der Komplexität.